Biologie - Projekte und Exkursionen
Ameisen – kleine Tiere, große Wunder
Ameisen sind so klein, sie werden häufig einfach übersehen. Dabei vollbringen sie jeden Tag Höchstleistungen und sind für die Ökosysteme weltweit von enormer Bedeutung. Um den Schülerinnen und Schülern der neunten Jahrgangsstufe die kleinen Tiere näherzubringen besuchte Dr. Oliver Geissler von der Universität Würzburg das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium.
Mit dabei hatte er Blattschneiderameisen und südamerikanische Rossameisen. Die Schülerinnen und Schüler konnten direkt am lebenden Objekt den Aufbau eines sozialen Insektenstaates sowie verschiedene Kommunikationsstrategien der Tiere beobachten.
Besonders beeindruckend war die lange Ameisenstraße, über welche die Blattschneiderameisen ihre mit den Mundwerkzeugen frisch geschnittenen Blätter ins Nest transportierten. Außerdem konnten die anwesenden Schülerinnen und Schüler durch angefärbtes Zuckerwasser den Sozialmagen und die Futterübergabe bei nektarsammelnden Ameisen beobachten.
Die Schülerinnen und Schüler der neunten Jahrgangsstufe sowie die Fachschaft Biologie bedanken sich ganz herzlich bei Herrn Dr. Geissler für die spannenden Einblicke in das Leben der Tiere.
Alicia Hempel, StRefin
Abbildung 1: Dr. Oliver Geissler entfacht mit den Blattschneiderameisen und seinem breiten Wissen Begeisterung bei den Schülerinnen und Schülern
Abbildung 2: Eine Rossameise nimmt blaues Zuckerwasser in ihren Sozialmagen auf
Abbildung 3: Schülerinnen und Schüler treten in direkten Kontakt mit den Tieren und verlieren Berührungsängste
Abbildung 4: Blattschneiderameisen schneiden präzise Blattfragmente, um diese zum Nest zu transportieren
Die Bedeutung der Honigbiene verstehen
„Sterben die Bienen, so stirbt vier Jahre später auch der Mensch.“
Auch wenn umstritten ist, ob Albert Einstein jemals dieses Zitat von sich gegeben hat, so zeigt es doch die Bedeutung der Honigbiene (Apis mellifera) für die Menschheit. Das wichtigste, was diese Insekten für uns tun, ist die Bestäubung der Blüten. Sonst gäbe es keine Kirschen, Äpfel, Birnen, Honig und noch einiges mehr. Der ökonomische Wert der Bestäubung wird allein für Deutschland auf etwa 2 Milliarden Euro geschätzt.
Die Bedeutung der Honigbiene können bis Ende dieses Schuljahres die Schülerinnen und Schüler des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in einer durch den Biologielehrer Dr. Stefan Rümer organisierten Wanderausstellung erfahren, die bereits an der Realschule Bad Kissingen und dem Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt Station gemacht hat. Konzipiert wurde sie durch einen luxemburgischen Imkerverein sowie die Fachgruppe HOBOS (HonigBienenOnlineStudien) der Universität Würzburg. Verliehen wird die Ausstellung durch den Kreisimkerverband Rhön-Grabfeld unter Leitung von Johannes Gräter. An sechs kleineren Punkten sowie vier größeren Stationen erhalten die Schüler Informationen über die Anatomie der Honigbiene, die mit Biene Maja aber rein gar nichts zu tun hat.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Kennenlernen des Bienenstaates mit der Königin an der Spitze und den vielen Tausend Arbeiterinnen darunter. Diese bauen den eigentlichen Bienenstaat auf und sind den ganzen Tag unterwegs, um Pollen einzutragen oder Honig zu erzeugen. Der Bau einer Bienenwabe, die „Wohnungen der Bienen“, stellt eine ganz besondere Herausforderung an Stabilität und Funktion. Viele Forscher sehen den Bien, also das gesamte Bienenvolk, als einen eigenen Superorganismus an, der zu neuen Fähigkeiten im Stande ist.
Grundsätzlich sind Bienen auch wehrhaft, was mancher schon erfahren hat. Mit ihrem Stachel können sie sich verteidigen. Den setzen sie aber nur ein, wenn man sie auch ärgert oder sie sich wirklich bedroht fühlen. Die gelbe Färbung der Bienen signalisiert anderen Tieren, dass man besser die Finger von ihnen lassen soll. Das wiederum nutzen andere gar nicht giftige Tiere aus, um ihre Feinde zu täuschen, z. B. Schwebfliegen.
Mit Hilfe unterschiedlich schwerer Quizze und digitalen Endgeräten können die Schülerinnen und Schüler an Hand einer Learning-App ihr in der Ausstellung erworbenes Wissen überprüfen.
Dr. Stefan Rümer, StR
