Drei Tage Europa – Unsere Fahrt zum Heiligenhof
Auch in diesem Jahr stand für uns 10. Klassen wieder die Fahrt zum Heiligenhof (Bad Kissingen) an.
Nachdem wir angekommen waren, unsere Zimmer bezogen und Mittag gegessen hatten, ging es mit einer kurzen Einführung los. Danach wurden wir in zwei klassenübergreifende Gruppen eingeteilt, in welchen wir uns mit den Funktionen, Institutionen und Aufgaben der EU eingearbeitet haben. Dabei durften wir selbstständig eine Karte der europäischen Länder ausfüllen und auch in kleinen Gruppen eine Einrichtung der EU vorstellen. Nach diesem informativen, aber auch anstrengenden Tag, waren wir dann alle froh am Abend in den Zimmern zu entspannen.
Am nächsten Tag ging es mit dem Planspiel los, bei dem immer zwei Personen einem Land zugeteilt wurden. Nachdem wir uns mit den Überzeugungen und Standpunkten unseres Landes vertraut gemacht hatten, sollten wir ein „Statement“ zu den Einstellungen und Ansichten bezüglich aktueller Geschehnisse verfassen, welches anschließend vorgetragen wurde. Danach starteten wir in die Debatten, bei denen wir uns unter anderem mit der Migration sowie dem Russland-Ukraine-Konflikt beschäftigten. Dabei entstanden teilweise hitzige Diskussionen, am Ende konnten wir uns aber trotzdem auf gemeinsame Lösungen einigen. Es war interessant zu sehen, wie schwer die Entscheidungsfindung bei solchen konfliktgeladenen Situationen mit so vielen Parteien ist und wie viele Faktoren beachtet werden müssen.
Am letzten Tag ging es abschließend um die generelle Verteidigung der EU, auch hier konnten wir uns nach einigen Meinungsverschiedenheiten auf ein gemeinsames System einigen. Zum Schluss haben wir unsere Ergebnisse reflektiert und Feedback an unsere Gruppenleiterinnen gegeben.
Insgesamt kann man sagen, dass Heiligenhof eine tolle Möglichkeit ist, um Neues über die EU zu lernen, seine Fähigkeiten beim Debattieren zu stärken und zu lernen auf andere einzugehen. Außerdem hatte man die Chance, sich über Länder zu informieren und sich in die Rolle einer Politikerin/eines Politikers hineinzuversetzen, wodurch deutlich klarer wurde, warum manche Verhandlungen in der Realität so lange dauern. Dazu konnte man nebenbei noch Zeit mit Freunden und Freundinnen verbringen oder sich mit anderen Mitschülerinnen und Mitschülern austauschen.
Annika Gehles, 10d
