Erster Platz beim TaC Award: Unser P-Seminar zeigt Courage gegen Hass im Netz

Großer Erfolg für unser P-Seminar „#mitcouragegegenhassimnetz“: Beim TaC Award 2026 wurde das Projekt mit dem ersten Platz ausgezeichnet! Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 1. Oktober an der Universität Würzburg nahmen unsere Schülerinnen und Schüler die Auszeichnung für ihren selbst entwickelten Peer-Coaching-Workshop entgegen.

Mit dem TaC Award („Teachers as Changemakers“) werden innovative schulische Projekte gewürdigt, die gesellschaftliche Verantwortung, demokratisches Engagement und zukunftsorientierte Bildung fördern. Über die Auszeichnung entscheidet eine Jury aus Lehrkräften sowie Vertreterinnen und Vertretern der Universität Würzburg und der Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Unterfranken.

Was tun, wenn im Klassenchat rassistische Inhalte geteilt werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt unseres P-Seminars unter der Leitung von Tanja Dürrbeck. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich intensiv mit Rassismus und Hass im Netz auseinander, beschäftigten sich mit Methoden der politischen Bildung und befragten unsere Achtklässlerinnen und Achtklässler zu ihren Erfahrungen mit rassistischen Inhalten in sozialen Medien.

Auf dieser Grundlage entwickelten sie einen Workshop für unsere siebten Klassen. Herzstück ist ein selbst programmiertes digitales Entscheidungsspiel, das die Teilnehmenden vor eine lebensnahe Herausforderung stellt: In einem fiktiven Klassenchat werden rassistische Inhalte verbreitet. Die Spielenden schlüpfen in die Rolle der Klassensprecherin oder des Klassensprechers und müssen entscheiden, wie sie reagieren. Widersprechen, Unterstützung holen oder zunächst abwarten? Jede Entscheidung beeinflusst den weiteren Verlauf der Geschichte. Im anschließenden Gespräch werden die gewählten Handlungswege und ihre möglichen Folgen gemeinsam reflektiert.

Eine besondere Stärke des Konzepts ist der Peer-Coaching-Ansatz: Die älteren Schülerinnen und Schüler führen die Workshops selbst durch, vermitteln Hintergrundwissen und unterstützen unsere Siebtklässlerinnen und Siebtklässler dabei, eigene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. So entsteht ein Austausch auf Augenhöhe, der das Thema unmittelbar mit der Lebenswelt der Jugendlichen verbindet.

Besonders beeindruckten die Jury der wissenschaftlich fundierte Ansatz, die umfangreichen Workshopmaterialien, das Peer-Coaching und die nachhaltige Ausrichtung des Projekts. Auch die Rückmeldungen aus unseren siebten Klassen fallen positiv aus: Die Kinder schätzen den interaktiven Zugang und fühlen sich nach dem Workshop besser darauf vorbereitet, rassistische und hasserfüllte Inhalte zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.

Mit dem Ende des P-Seminars soll die Arbeit jedoch nicht abgeschlossen sein. Die Materialien wurden so aufbereitet, dass auch zukünftige Elftklässlerinnen und Elftklässler die Workshops durchführen können. Auf diese Weise kann das Projekt über das Schuljahr 2025/26 hinaus zu einem festen Bestandteil unserer Medien- und Demokratiebildung werden.

Der Erfolg findet inzwischen auch über unsere Schule hinaus Beachtung. Erste Kontakte und neue Kooperationsmöglichkeiten eröffnen die Chance, das Workshopkonzept weiterzuentwickeln und auch anderen Schulen zugänglich zu machen.

Wir gratulieren unseren Seminarteilnehmenden herzlich zu diesem großartigen Erfolg und danken ihnen für ihr außergewöhnliches Engagement! Sie haben eindrucksvoll gezeigt, wie junge Menschen mit Kreativität, Fachwissen und Zivilcourage Verantwortung übernehmen und unsere Schulgemeinschaft aktiv mitgestalten können.

Weitere Informationen zum TaC-Award  finden Sie hier.

Text: StRin Tanja Dürrbeck

Foto: Christoph Weiß

Auf dem Bild: v.l.n.r: Dr. Korinna Thiem, Tanja Dürrbeck, Tim Wirsching, Arian Roth, Levin Geist, Dr. Robert Christoph

verfasst von J.Staab am