Fränkischer Humboldt-Tag am AvH

Am Donnerstag, den 17. September 2026, wurde am AvH-Gymnasium der Fränkische Humboldt-Tag begangen. Zu diesem Anlass waren nebst Mitgliedern des Elternbeirates und der Humboldtiana Hartmut Koschyk, Vorsitzender des Alexander von Humboldt-Kulturforums Franken sowie die Bundestagsabgeordnete Frau Dr. Anja Weisgerber zu Gast am AvH, um den versammelten Schülerinnen und Schülern der 11. und 12. Jahrgangsstufe die Person Alexander von Humboldts näherzubringen. 

Bei der Eröffnung stellte die Schulleiterin OStDin Seelmann den Fränkischen Humboldt-Tag in Zusammenhang mit der Geschichte und dem heutigen Profil des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums. Sie erläuterte, dass die Schule seit 1959 den Namen Alexander von Humboldts trägt und er als Vorbild das Leitbild der Schule prägt. Im Mittelpunkt stehen forschend-entdeckendes Lernen, naturwissenschaftliche Bildung, Demokratiebildung, Verantwortung, Weltoffenheit und Toleranz. Zugleich betonte sie die Bedeutung moderner Unterrichtsmethoden und einer zukunftsgerichteten Schulentwicklung, etwa durch Digitalisierung oder den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Nach einem Grußwort von Herrn Koschyk, in dem er die Bedeutung Humboldts für Franken herausstellte, folgte der Hauptvortrag von Frau Dr. Anja Weisgerber, ehemalige Schülerin des Humboldt-Gymnasiums. Auch sie sah Alexander von Humboldt als Vorbild für Neugier, Verantwortung und Zukunftsgestaltung. Sie betonte in Ihrer Rede seine Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen und Wissen praktisch nutzbar zu machen. Junge Menschen ermutigte sie, kritisch zu hinterfragen, Fragen zu stellen, Neues auszuprobieren und auch aus Fehlern zu lernen. Besonders hob sie Humboldts Einsatz für Bildung hervor: Mit seinen Bergschulen in Franken machte er Wissen zugänglich und verband Theorie mit praktischer Ausbildung. Diese Gedanken übertrug Weisgerber auf die Gegenwart. Sie warb für vielfältige Bildungswege, eine stärkere berufliche Bildung, freie Wissenschaft und Chancengleichheit. Auch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz müssten verantwortungsvoll genutzt werden. Bildung solle Urteilsvermögen fördern und Menschen dazu befähigen, Verantwortung zu übernehmen. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt seien außerdem Respekt, Ehrenamt, Kultur und gute Bildung wichtig. Abschließend ermutigte sie die Schülerinnen und Schüler, nach Humboldts Beispiel ihre Neugier und ihren Mut zu bewahren, ihre Zukunft selbst zu gestalten und zugleich weltoffen zu bleiben. 

Text: Luis Richter, Frédéric Tanke

Foto: Martin Schlör

Auf dem Gruppenfoto von links nach rechts: Hartmut Koschyk, Vorsitzender des Alexander von Humboldt-Kulturforums Franken, Zweite Bürgermeisterin Christiane Michal-Zaiser, Schulleiterin Gabriele Seelmann, Dr. Anja Weisgerber, MdB, Jürgen Montag, Amt für Sport und Schulen, Dagmar Bauer vom Humboldt-Kulturforum.

Festvortrag Humboldt-Kulturforum

Programmheft

verfasst von J.Staab am